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Sa:ven – Subersiv

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Wer Subversion betreibt, sich subversiv betätigt, der strebt nichts geringeres als den Umsturz eines existierenden Systems an. Diese kurze Begriffsklärung ist notwendig, um die Marschrichtung des neuen Langspielers „Subversiv“ von Illage Member Sa:ven zu verstehen. Knapp zweieinhalb Jahre nach dem „Systemcheck“ schickt sich das Münsteraner Urgestein nun also an selbiges in seinen Grundfesten zu erschüttern.

Sa:vens Konzept geht auf. „Subversiv“ ist sowohl inhaltlich als auch vom Soundbild her eine konsequente Weiterführung seines Debütalbums. Straight könnte man sagen. Sa:ven setzt auf Brainpower statt Bizeps und grenzt sich damit klar und deutlich vom hirnlosen McFit-Gesabbel seiner Rapkollegen ab. So darf jeder der insgesamt elf Songs als Aufforderung um Selberdenken verstanden werden. Vordenken statt nachplappern und das Offensichtliche infrage stellen, um hinter die Fassade zu blicken, lautet das Motto.


Sa:ven – Schlangengift feat.: Skilla/ASK/NES von elborecords

„Subersiv“ ist kein einfaches Album, das man so nebenher laufen lässt. Sein ganzes Potential entfaltet es erst, wenn man zu- und nicht nur hinhört. Wem diese Fähigkeit als Folge der medialen Verblödung noch nicht abhanden gekommen ist, dem bietet Sa:ven mit „Subversiv“ mehr als nur ein ausgezeichnetes Rapalbum, er bietet die Möglichkeit zur Identifikation mit einem kämpferischen Zeitgenossen, der sich von den Irrungen und Wirrungen der modernen Welt nicht unterkriegen lässt: „Vertrauen verdrängt Angst. Auf in den Kampf – Wie mit der nackten Faust durch die Wand.“

„Subversiv“ ist seit dem 15. August bei iTunes, Amazon und Konsorten käuflich zu erwerben. Tut es!



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